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Sofortabschreibung für digitale Wirtschaftsgüter lässt auf sich warten

Diverse Bundesländer begehren gegen die Pläne des Bundesfinanzministeriums auf, die geplante Sofort-AfA für bestimmte digitale Wirtschaftsgüter per BMF-Schreiben zu regeln. Dem Handelsblatt zufolge muss die Reform in einer Bund-Länder-Runde neu verhandelt werden.

Hintergrund: Am haben die Bundeskanzlerin und die Regierungschefs der Länder in einer Videoschaltkonferenz u.a. beschlossen, die Sofortabschreibung bestimmter digitaler Wirtschaftsgüter rückwirkend zum 0 zuzulassen. Damit sollten die Kosten für Computerhardware und Software zur Dateneingabe und -verarbeitung zukünftig im Jahr der Anschaffung oder Herstellung steuerlich vollständig berücksichtigt werden können. Die Umsetzung sollte untergesetzlich geregelt und damit schnell verfügbar gemacht werden (s. Protokoll zum Beschluss der Videoschaltkonferenz der Bundeskanzlerin mit den Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder v. 19.12021, Seite 6).

Den Angaben zufolge haben nun die Finanzminister von Niedersachsen und Hessen sowie der Finanzsenator aus Bremen das Vorhaben u.a. wegen rechtlicher Bedenken vorerst gestoppt. Eine Reform in einer solchen Größenordnung bedürfe einer gesetzlichen Regelung, zumal in die bestehenden Abschreibungsregelungen eingegriffen werde.

Quelle: Handelsblatt online, Meldung v. 17.2.2021